Ich sehe Dich - Neubeginn ab 40
An einen Praxis-Beratungstag vor einigen Jahren erinnere ich mich besonders, denn er hätte nicht bunter sein können. Es haben sich Führungskräfte/Top Executives, Singles, Menschen mit Behinderungen, Hausfrauen, Alleinerziehende, Arbeitnehmende, Arbeitgebende, Menschen in Rente u. v. m. die Klinke in die Hand gegeben.
Was erst einmal vermeintlich nicht zusammenpasst, hat jedoch einen gemeinsamen Nenner.
Keiner von diesen Menschen
- fühlt sich gesehen
- ist sich bewusst, wie schön er ist, was ihn ausmacht
- nimmt sich selbst an
- mag und liebt sich
- erkennt seine Einzigartigkeit
- ist bewusst in seinem Sein
Sie alle haben sich, aus unterschiedlichen Gründen, auf ihrem Weg einfach vergessen. Doch das hat sich geändert und zwar recht schnell. Das gilt auch für Dich, denn ...
Ich sehe Dich
Kennst Du den Film Avatar? Da gibt es diesen berühmten Satz, den die Na'vi sagen: »Oel ngati kameie.« Übersetzt heißt das: »Ich sehe Dich.«
Klingt im ersten Moment vielleicht banal. Sehen tun wir uns ja ständig. Im Büro, auf der Straße, bei Social Media, beim Bäcker, im Videocall ... Aber die Na'vi meinen etwas anderes. Also nicht, ich sehe, dass Du da bist. Sondern: Ich erkenne, wer Du wirklich bist. In allem, was Dich ausmacht. Auch in dem, was Du noch nicht weißt.
Wann ist Dir das zuletzt passiert?
40 - Der unsichtbare Wendepunkt
Natürlich ist es ein gesellschaftliches Problem und Menschen jeden Alters kommen sich unsichtbar vor. Doch irgendwie ist es ein fast mystisch anmutendes Paradoxon, dass Menschen ab 40 ein Aging Out (also das Gefühl, aus der Gesellschaft herauszualtern) erleben. Eine strukturelle Unsichtbarkeit. Sie erleben, dass sie zwar physisch präsent sind, ihre Identität, Bedürfnisse, inneres Erleben aber ignoriert und trotzdem bewertet werden.
Angeschaut, aber nicht gesehen - Das Ding mit der Unsichtbarkeit
- Arbeitsmarkt: Bewerbungen spätestens ab 50 verschwinden gern in der Schublade. Erfahrung? Zu teuer.
- Beim Einkauf: Die Verkäuferin spricht lieber mit Deiner jüngeren Begleitung.
- Im Gesundheitswesen: »Das ist halt das Alter« ersetzt erstaunlich oft die Diagnose.
- Beim Dating: Die Suchfilter enden oft genau da, wo Du anfängst.
- In der Familie: Du funktionierst. Aber wer fragt eigentlich, wie es Dir geht?
- Als Führungskraft: Deine Erfahrung zählt, bis jemand Jüngeres frischen Wind bringen soll.
- Soziale Medien: Der Algorithmus liebt glatte Haut und junge Gesichter.
- Popkultur und Film: Frauen ab 40 spielen Mütter, Männer ab 40 noch den Helden.
- Romane: Liebe und Aufbruch scheinen für Unter-30-Jährige reserviert. Genau deshalb schreibe ich Midlife-Romane.
- Werbung: Anti-Aging von allen Seiten. Noch bevor ich 60 geworden bin, habe ich Werbung für Rollatoren, Windeleinlagen und Beerdigungen erhalten ...
Wo sich Menschen selbst nicht mehr sehen - Verlust der Identifikation
- Im eigenen Körper: Er verändert sich und plötzlich fühlt er sich an wie geliehen.
- In alten Träumen: Irgendwann hast Du sie in eine Schublade gelegt. Und vergessen, dass es Deine sind.
- In Rollen: Elternteil, Partnerin, Führungskraft, Versorger ... Und irgendwo dazwischen Du?
Es gibt so viele Themen, bei denen ich genau hinschaue und hier im Blog, in Podcast und Newsletter noch darüber erzähle.
Arten, sich nicht zu sehen
In meiner Arbeit begegnen mir grob zwei davon. Sie klingen ähnlich, sind aber menschlich etwas ganz anderes.
Die erste ist die Tiefe, die noch nie jemand entdeckt hat. Auch Du selbst nicht. Fähigkeiten, Sehnsüchte, eine Kraft, die da ist, aber nie gebraucht worden ist. Weil Du in Deinem Leben andere Prioritäten gehabt hast. Weil niemand gefragt hat oder Du zu beschäftigt gewesen bist, für alle anderen da zu sein.
Die zweite ist leiser und manchmal schmerzhafter. Du hast Dich selbst aus den Augen verloren. Einst bist Du da gewesen, klar und lebendig - darauf sind Jahre voller Pflichten, Rollen und Erwartungen gefolgt. Und irgendwann mal stehst Du vor dem Spiegel und denkst: Wer ist das eigentlich?
Beides ist kein Versagen, sondern menschlich. Die gute Nachricht: Es lässt sich ändern.
Weshalb gerade ab 40
Die Lebensmitte ist eine Wandelzeit, in der vieles auf den Prüfstand kommt und nicht nur die Hormone verrückt zu spielen scheinen. Irgendwann nach dieser unsichtbaren Wende kommt der Punkt, an dem das alte Gerüst nicht mehr trägt und einstürzt. Die Kinder sind bereits flügge oder der unerfüllte Kinderwunsch wird immer drängender. Der Job, der lange gepasst hat, fühlt sich plötzlich wie ein zu eng sitzendes Korsett an und Du bekommst kaum noch Luft. Eine Beziehung endet, oder ist noch da, aber Du erkennst Dich nicht mehr darin. Der Körper meldet sich. Es gibt noch viel mehr Beispiele. Und am Ende steht jedes Mal die Frage: Ist das alles? Und Du siehst weder Licht am Ende des Tunnels, geschweige denn den Tunnel selbst.
Viele nennen es Midlife Crisis. Ich nenne es lieber den Moment, in dem endlich Platz wird. Platz für die Frage: Wer bist Du, wenn alle Rollen wegfallen und Du nicht mehr funktionieren musst?
Genau deshalb begleite ich Menschen in dieser Lebensphase. Weil hier schier unendlich viel möglich ist. Es findet ein Aufbau einer völlig neuen und aufregenden Beziehung zu Kreativität, Beruf und Leben statt. Und weil ich weiß, wovon ich rede. Neuanfang kann ich. Also wirklich.
Hingeschaut - Was ich sehe
Diese Gabe begleitet mich, seit ich denken kann. Lange bevor ich Coaching, Beratung oder Mediation gelernt habe. Menschen in allem zu sehen, was sie wirklich ausmacht. Selbst in der Tiefe, die ihnen noch unbekannt ist. Auch und vor allem dann, wenn sie sich gerade selbst nicht mehr sehen.
Das klingt vielleicht nach großem Wort, aber es ist das, was mir Klientinnen und Klienten seit über 30 Jahren zurückmelden. Der Satz, den ich am häufigsten höre: »Du hast mich gesehen.« Eine Klientin hat mir dazu geschrieben: »Du schaust tiefer und bringst es auf den Punkt.«
Ich nenne es gerne ...
Identitätsarchäologie
Gemeinsam begeben wir uns in Dein Innenleben, in Deine Tiefe und legen frei, was da ist. Nicht, was Du sein solltest. Nein, das, was Du bist und was für Deinen nächsten Lebensabschnitt wichtig ist.
Deine Probleme löse ich dabei nicht für Dich und auch Deinen Weg gehe ich nicht für Dich. Aber ich gehe ein Stück mit und halte die Lampe, damit Du siehst, wo Du hintrittst.
Was Du brauchst, ist ein Raum für Dich. Einer, in dem Du sicher bist, wirklich gesehen wirst, Dich weder erklären noch entschuldigen musst, Deinem echten Sein begegnen kannst. Ich verspreche nichts, halte aber alles. Vor allem einen Raum, in dem Veränderung wirklich möglich ist. Genau das biete ich Dir.
Und jetzt?
Wenn beim Lesen etwas in Dir angeklungen hat, nimm das ernst. Vielleicht ist es nur ein leises Ziehen, das Du sonst gerne wieder unterdrückst. Vielleicht ist es schon lange laut. Nur stelle dieses Mal den Alarm nicht wieder stumm.
Du musst heute nichts entscheiden und darfst es sacken lassen. Wenn es morgen immer noch da ist, melde Dich gerne für ein kurzes, kostenfreies Kennenlerngespräch. Dann schauen wir gemeinsam, ob und wie es für uns weitergeht.
Entdecke mit mir Dein bestes Alter und was alles möglich ist.
Ich freue mich auf Dich!
Deine
Christien Marie Wach



